Begabtenkurs: Kreatives Schreiben

Hallo, ich bin Smilla aus der 4d. Ich berichte euch von dem Kurs „Kreatives Schreiben“. Er ist jeden Freitag in der 3. Stunde. Es macht sehr viel Spaß mit Frau Eiken und Daria, Finja, Frida und Carla. Wir haben Gedichte geschrieben und Texte. Wir haben Geschichten zu Bildern und zu einem Buch geschrieben und wir haben sogar Mülleimergespräche geführt. Die Texte lesen wir uns auch gegenseitig vor und lachen dabei. Wenn wir Glück haben, bekommen wir auch Schokokugeln.

Ich kann den Kurs nur empfehlen!

Eine Aufgabe im Kurs war es,  eine Fortsetzungsgeschichte zu schreiben. Allerdings kannten alle nur den Anfang und den letzten Satz, den der Schreiber, der vor einem an der Reihe war, geschrieben hatte. Dabei kam es zu interessanten Geschichten:

Der verrückte Geburtstag des Königs

Der König stapfte mit schweren Schritten durch den dunklen und kühlen Thronsaal. Die mit Holz getäfelten, schwarzen Wände machten seine Stimmung nur noch düsterer. In einer Ecke des Saals loderte ein Feuer. „Verdammt!“, fluchte der König und ließ sich auf eine Holzbank fallen. Da kam Elfi, die kleine Elfe, und murmelte einen Zauberspruch. König Frohgemuts böse Schwester Malfiesa hatte dafür gesorgt, dass die Wände schwarz waren und es in einer Ecke brannte. Aber dort, wo eben noch das Fenster war, war jetzt ein großer Tisch.„Was ist nur aus dem Fenster geworden?“, fragte sich der König. Er ging langsam auf den Tisch zu. „Hm, jetzt könnte ich einen Schweinebraten vertragen“, murmelte der König. Und kaum hatte er es gedacht, stand Schwupps ein riesiger, wunderbar lecker duftender Braten vor ihm. „Oh, wie fein!“, rief der König, dessen Stimmung immer besser wurde. „Wäre ich nur nicht so allein!“, dachte der König. Und Schwupps saß wie aus dem Nichts kommend seine ganze Familie mit ihm am Tisch.Alle aßen zusammen. Als es Abend war, gingen alle ins Bett und schliefen. Nur nicht der König, denn er hatte morgen Geburtstag. Am nächsten Morgen bekam er viele Geschenke: ein Fahrrad und vieles mehr. Er freute sich ganz doll und ein Kuchen war auch dabei. Der König schaute aus dem Fenster. Es war immer noch ein wenig dunkel und feucht draußen, aber das war ihm egal.Hauptsache, die Vögel zwitschern. Das war schön! Auf einmal war es ganz still und die Erde wackelte und es kamen komische Geräusche von draußen. Da hüpfte ein Frosch herein und der König lachte.

Der Frosch und seine Abenteuer

Ein Frosch wohnte in einem Tümpel und machte den ganzen Tag nichts anderes, als seine Backen aufzuplustern. Da kam eines Tages ein Storch vorbei und dachte sich: „Oh, dieser Frisch wird mir sicher gut schmecken!“ So schlich er in Richtung des Tümpels und der Frosch war nicht mehr da. Der Storch ärgerte sich und flog wieder weg. Der Frosch war aber nur untergetaucht und als er wieder auftauchte, war er froh, dass er nicht gefressen wurde.Er tanzte herum und sang: „Hurra! Ich wurde nicht gefressen! Juchuh! Lalala! Da sah er auf einmal zwei Esel. Die fragten ihn, warum er so laut singt. Er sagte ihnen: „Weil ich fröhlich bin!“ Der Frosch fragte den Esel, warum er so fröhlich ist. „Weil ich geheiratet habe!“, antwortete der Esel. „Und Finja ist unser Kind!“, sagte die Esel-Frau.„Wir haben sie gerade erst frisch bekommen“, sagte Mutter Esel zu ihrer Freundin Ilse. Sie gingen am Teich entlang. Da sahen sie eine Blume, die immer abwechselnd wuchs und schrumpfte.Doch eines Tages blieb so groß und das war gar nicht gut. Diese Blume war gefährlich, weil sie angeblich Frösche fressen würde. Doch eines Tages kam ein Erfinder auf die Welt. Dieser Erfinder war Experte für Frosch-Erfindungen. Er schaute den Frosch und den Storch an und erfand für den Storch einen automatischen Frosch-Spender, der im Grunde so funktioniert wie ein Kaugummi Automat – nur ohne Geld. Für den Frosch erfand er eine Tümpel-Überdachung, so dass kein Storch ihn mehr von oben angreifen konnte. So lebten die beiden fröhlich und munter weiter. Der Erfinder zog los zu seinem nächsten Auftrag. Vielleicht kommt er ja auch mal bei dir vorbei!